Gedenken, Klagen, Hoffen: Zum Jahrestag des Ukrainekriegs

Schweig nicht zu meinen Tränen! ©G. Herzog

Schweig nicht zu meinen Tränen!

Zum Geleit

Vier Jahre Krieg. Vier Jahre Tod, Gewalt, Angst und Erschöpfung. Vier Jahre Mut zum Leben, Hoffnung auf Frieden, Kraft zur Verteidigung gegen das Böse.

Der russische Angriff auf die Ukraine dauert an – und mit ihm das Leid der Menschen, deren ganze Welt seit dem 24. Februar 2022 unwiderruflich zerstört ist. „Schweig nicht zu meinen Tränen!“ – der Ruf aus Psalm 39 drückt Wut und Hoffnung aus im Angesicht der Gewalt. Wer so betet, fordert ein, angehört zu werden. Und hofft auf Beistand.

Wer Fürbitte hält, übernimmt Verantwortung: hinzuhören statt abzustumpfen, zu helfen in der Hoffnung auf einen gerechten Frieden.

Dieses Material der EKD lädt dazu ein, am Jahrestag der Vollinvasion innezuhalten: gemeinsam zu klagen, zu beten und Hoffnung zu teilen. Einen Raum zu schaffen für das, was oft keinen Platz findet – für Trauer, für Sprachlosigkeit, für Zorn und für die Sehnsucht nach Frieden. Die hier zusammengestellten Texte und liturgischen Bausteine sind als Anregungen gedacht für Andachten und Gottesdienste. Wir hoffen, dass dieses Material hilft, Worte zu finden – vor Gott und voreinander, damit Solidarität Gestalt gewinnt. Möge Gott selbst das hören, was wir oft nur leise sagen können.

www.ekd.de/ukrainekrieg-jahrestag