Die TeilnehmerInnen der Begegnungsreise waren aufgebrochen, um ihr Wissen zur polnischen Geschichte zu bereichern; um Orte aufzusuchen, die für die EinwohnerInnen Polens von großer Bedeutung sind. So wird im Nachbarland der 100. Jahrestag der Wiedererlangung der polnischen Unabhängigkeit groß begangen. Auf Bitten der rund 30 Gäste aus Deutschland – die meisten von ihnen Lutheraner – endete der Besuch der Gedenkstätte Fort VII mit einem ökumenischen Gebet vor der „Todeswand", um der polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs zu gedenken.
Durch die Gedenkstätte geführt wurden die Gäste von einem polnischen Steyler-Missionar, der gemeinsam mit zwei deutschen Pastoren und dem Vikar der evangelisch-augsburgischen Gemeinde die ökumenische Begegnung leitete.
Dr. Werdin: „Die gemeinsame Hinwendung zu Gott hat unterstrichen, dass die Geschichte, sei sie auch noch so schmerzhaft, verbinden kann, wenn sie sich auf die Wahrheit gründet. Und ein Gebet, unabhängig davon, ob es sich aus der Vergangenheit oder aus der Gegenwart speist, ist stets auf die Zukunft gerichtet.“ Die deutschen Gäste verließen die Gedenkstätte erschüttert, aber doch mit der Gewissheit, dass sie von diesem Ort eine positive Botschaft mitnehmen.
Gedenken: Über alle Grenzen hinweg