Gemeinsam Botschafter der Versöhnung

Alle zwei Jahre treffen sich Delegierte aus Berlin und London in einer der beiden Hauptstädte. Das Konferenz-Thema „Reconciliation in the Past and the Future“ lag in diesem Jahr, in dem besonders der beiden schrecklichen Weltkriege gedacht wird, nahe. Damals standen sich Briten und Deutsche als unversöhnliche Feinde gegenüber. Heute dagegen gibt es keine Kirche, zu der die Landeskirchen der EKD intensivere Beziehungen unterhalten. Ausdruck dieser Beziehungen war unlängst auch der Besuch des Lordbischofs von London, Dr. Richard Chartres, der Anfang September zum 190. Jubiläum des Berliner Missionswerks in Berlin weilte. Denn seit 1998 sind die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und die Diözese London durch einen Partnerschaftsvertrag eng miteinander verbunden.

Für die Gäste gab es zunächst ein intensives Auftaktprogramm in zahlreichen Gemeinden Berlins, bei dem das Thema der Konferenz vor Ort mit Gemeindegliedern erörtert wurde. Dem folgte ein Ausflug zu wichtigen Orten des Widerstands gegen das Nazi-Regime in Berlin (Gedenkstätte Plötzensee und Bonhoefferhaus Charlottenburg). Am Sonntag predigte Luke Miller in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Am Montag gab es dann im Missionshaus einen intensiven Austausch zu einem Vortrag von Dr. Oliver Schügraf (Nagelkreuzgemeinschaft Deutschland) zu Perspektiven der Versöhnung.