„Haltung zeigen“: Zum Tag gegen Rassismus

In ihrem Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung werden das Berliner Missionswerk und die EMW-Gemeinschaft stets von der biblischen Erzählung der Ebenbildlichkeit und der Vision von Einheit in Vielfalt geleitet. Hierbei stehen besonders das Nachdenken und die Auseinandersetzung mit weißem Überlegenheitsdenken in Geschichte und Gegenwart, sowie Informationsbereitstellung, Aufklärung, Aktionen und Fortbildungsangebote im Mittelpunkt von thematischer Arbeit, Projekten und Publikationen der EMW-Mitgliedswerke und ihres Dachverbandes.

Auch die Freiwilligenprogramme der EMW-Mitgliedswerke sind ein wichtiges Mittel der Rassismus Prävention. „Menschen aus verschiedenen Ländern, Kulturen und Hintergründen werden durch das Freiwilligenprogramm miteinander in Kontakt gebracht. Dies beseitigt die Angst vor dem Unbekannten und fördert das Verständnis dafür, was es bedeutet, weltweit unterschiedlich, dennoch aber gleich und gleich bedeutend zu sein. So wird der Rassismus an seiner Wurzel ausgerottet“, dies formulierte eine ehemalige Freiwillige des Austauschprogramms des Leipziger Missionswerkes aus Indien mit Blick auf ihr Austauschjahr.

„Von Anfang an war die Kirche für alle Menschen gedacht. Trotzdem gibt es auch in ihr rassistische Strukturen, die weißen Menschen meistens gar nicht auffallen“, sagt Sarah Vecera, die stellvertretende Abteilungsleiterin der VEM Deutschland und selbst Person of Color. Ihr Traum sei eine Kirche, in der sich alle Menschen willkommen und nicht „fremd“ fühlen.