Mit großer Sorge beobachten die Werke die Situation in den Ländern ihrer Partner- und Mitgliedskirchen im Pazifik, Asien, Afrika und Lateinamerika, in denen die medi-zinische Versorgung den Auswirkungen des Virus keinen Einhalt gebieten kann. Die Patente, die von den Industrienationen angemeldet wurden, bedeuten für die Länder dieser Regionen eine große Benachteiligung beim Einkauf auf dem Weltmarkt. Es ist zu befürchten, so die Leitenden nach gemeinsamen Beratungen, dass unter den ge-gebenen Bedingungen es bis zu zwei Jahre dauern könne, bis in allen Ländern im glo-balen Süden genügend Impfungen durchgeführt werden können, um die Pandemie zu stoppen.
„Tausende Menschen werden an der Erkrankung, aber auch an den Folgen weltwei-ter Lockdown-Regelungen sterben, da durch diese Armut und Hunger vervielfacht werden“, betont der EMW-Direktor Rainer Kiefer. Die VertreterInnen der Missions-werke bekräftigten mit ihrer Forderung alle weltweiten Aufrufe zu einer gerechten Verteilung lebenserhaltender Impfstoffe, so Kiefer.
Impfstoffe: Globale Ungerechtigkeit bekämpfen