Normalerweise sind die Aufgaben klar verteilt: freitags in der Moschee leiten die Imame das Gebet, sonntags in der Kirche gestaltet der Pfarrer den Gottesdienst. An diesem Nachmittag war alles anders: Imame und Pfarrer spielten zusammen in einem Team. So erfolgreich, dass sie sich erst im Endspiel mit 0:2 geschlagen geben mussten und nach der Siegermannschaft Afrisko einen respektablen 2. Platz belegten.
Die Pfarrer und Imame kennen sich schon einige Jahre durch ihr interreligiöses Fußballspiel, bei dem sie jedes Jahr für Frieden und Verständigung unter den Religionsgemeinschaften werben. Auf Initiative des Direktors des Berliner Missionswerkes, Roland Herpich, und in Zusammenarbeit mit der Islamischen Förderation Berlin und der Anglikanischen Gemeinde in Berlin hat sich eine interreligiöse Begegnung etabliert, deren alljährliches Spiel vor einigen Jahren sogar den englischen Thronfolger Prinz Charles anlockte. In diesem Jahr findet das interreligiöse Fußballspiel Pfarrer gegen Imame am 22. September statt; unter der Schirmherrschaft von Innensenator Frank Henkel und Bischof Dr. Markus Dröge. Zur Abwechslung spielen die Geistlichen dann mal wieder gegeneinander.
InterKULTUR CUP: Pfarrer und Imame erst im Finale gestoppt