Interreligöser Dialog im Missionswerk

Gibt seinen Segen: Roland Herpich mit Dr. Andreas Goetze. Fotos: Gerd Herzog (3)

Die evangelische Kirche in Berlin will den Dialog zwischen den Religionen vertiefen. Dafür wurde am Sonntag der Theologe Andreas Goetze als erster Landespfarrer der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburgschlesische Oberlausitz für interreligiösen Dialog in der Bundeshauptstadt in sein Amt eingeführt.

Aufgaben des 48-Jährigen, der zuletzt 16 Jahre Gemeindepfarrer in Rodgau bei Frankfurt am Main war, sind unter anderem die Initiierung von interreligiösen Begegnungen und die Bearbeitung von theologischen Grundsatzfragen im jüdisch-christlichen und im christlich-islamischen Dialog.

Die verschiedenen Religionen und Weltanschauungen müssten lernen, „die positiven Kräfte der eigenen Überzeugung“ in die Gesellschaft einzubringen, um Frieden zu schaffen, die Umwelt zu bewahren und gerechte Lebenschancen für alle zu gewähren, sagte Bischof Dr. Dröge bei der Einführung.

Dabei müssten sich die Glaubensgemeinschaften auch gegen alle abgrenzen, die Religion für Gewalt und die Durchsetzung fundamentalistischer und menschenverachtender Ideologien missbrauchen, betonte Dr. Dröge „Die Würde des Menschen ist unantastbar, auch die Würde, die Religion frei zu wählen, frei zu wechseln und öffentlich frei zu leben.“