Fernando Enns' Großvater war aus der ehemaligen Sowjetunion nach Südamerika ausgewandert, da er aufgrund seines mennonitischen Hintergrundes den Kriegsdienst verweigert hatte, was zur damaligen Zeit oftmals harte Sanktionen und sogar die Todesstrafe zur Folge hatte. Enns’ Familie ließ sich schließlich in einer mennonitischen Kolonie in Brasilien nieder.
Im Alter von knapp 10 Jahren kam Fernando Enns nach Deutschland. Dort studierte er nach dem Abitur evangelische Theologie an der Universität Heidelberg, so wie mennonitische Theologie in den USA. 1992 schloss er sein Studium mit dem Magister der Theologie unter dem Titel "Der eine Haushalt Gottes - Die Krise der ökumenischen Bewegung: theologische Ursachen und neuere Konzepte" an der Universität Heidelberg ab und wurde im selben Jahr zum Pfarrer der Mennonitengemeinde Krefeld ordiniert. Von 1996 bis 2005 war er Studienleiter am Ökumenischen Institut und Studentenwohnheim der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wo er im Jahr 2001 promoviert wurde. Der Titel seiner Doktorarbeit lautete „Die Historischen Friedenskirchen in der Ökumene. Ekklesiologische Aspekte einer Theologie aus friedenskirchlicher Perspektive, insbesondere der Mennoniten.
Seit 2006 ist Fernando Enns Leiter der Arbeitsstelle „Theologie der Freidenskirchen“ am Fachbereich Ev. Theologie der Universität Hamburg. 2010 habilitierte er sich an der Universität Heidelberg unter dem Titel „Ökumene in der Bewährung. Beiträge zur ökumenischen Theoriebildung, Theologie und Friedensethik aus der Perspektive einer Friedenskirche (Mennoniten)“, woraufhin er wenig später den Ruf an die Freie Universität Amsterdam erhielt.Seit 2011 ist er dort Professor für (Friedens-) Theologie und Ethik.
Enns ist Mitglied der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona und stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (AMG). Seit 1998 ist er Mitglied im Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) sowie Mitglied des Deutschen Ökumenischen Studienausschusses (DÖSTA). (Quelle: Wikipedia)