Hier, an der Evangelischen Schule in Itamba, wird er ein Jahr lang Kinder und Jugendliche unterrichten. Noch am Abend des Finalsiegs fuhr er nach Wünsdorf bei Berlin, um dort mit den anderen Freiwilligen des Berliner Missionswerks an einem Vorbereitungsseminar für sein Auslandsjahr teilzunehmen. „Ein weiteres Freiwilligen-Seminar, dann eine Woche Rhetorik-Akademie, mein Gewinn im Wettbewerb – danach kann ich mich richtig auf mein Jahr in Itamba freuen“, so York von Negenborn.
Im Beisein von Bundespräsident Joachim Gauck, Schirmherr der Veranstaltung, hatte York von Negenborn die Jury in Berlin von seinem Rednertalent überzeugt. Mit den drei anderen Finalteilnehmern seiner Altersklasse musste er über die Frage diskutieren: „Sollen in Deutschland Bewerbungsverfahren bis zur Einladung zu einem Vorstellungsgespräch anonymisiert durchgeführt werden?“. Der Wettbewerb ist ein Projekt mehrerer privater Stiftungen in Kooperation mit den Kultusministerien und der Kultusministerkonferenz der Länder. Initiator und Schirmherr von „Jugend debattiert“ ist der Bundespräsident. Beteiligt hatten sich in diesem Jahr rund 135.000 Schüler aus über 800 Schulen. „Wir gratulieren York von Negenborn von ganzem Herzen zu seinem Erfolg – und sind natürlich auch ein wenig stolz, dass er zu unserem nächsten Freiwilligenjahrgang gehört“, sagt Matthias Hirsch, im Berliner Missionswerk verantwortlich für das Freiwilligenprogramm.
Die Itamba Secondary School, an der York von Negenborn seinen Freiwilligendienst leisten wird, ist eine evangelische Sekundarschule in Itamba im Distrikt Mbeya. Mbeya liegt im Südwesten Tansanias, an der Grenze zu Malawi und Sambia. Derzeit werden an dieser Internatsschule ca. 750 Schüler von 23 Lehrkräften ausgebildet. Die Schule in Trägerschaft der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania, Partnerkirche des Berliner Missionswerks, erhält keine staatlichen Gelder. Das Berliner Missionswerk unterstützt deshalb die Schule, damit dringende Bauvorhaben, Schulbücher sowie das Schulgeld für bedürftige Kinder finanziert werden können.
Das Berliner Missionswerk entsendet seit 1970 jedes Jahr junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren als Ökumenische Freiwillige zu Partnern nach Übersee. Zur Zeit gehen sie nach Palästina, ins südliche Afrika, nach Tansania und nach Kuba. Die jungen Menschen – bisher insgesamt über 300 - verlassen für ein Jahr ihre gewohnte Umgebung und die ihnen vertrauten Menschen, um in den Partnerkirchen des Missionswerks zu helfen, den Bedürftigsten zu helfen – Kindern, Alten und Kranken. Das Berliner Missionswerk setzt sich mit seinem Freiwilligenprogramm und durch die engen Beziehungen zu seinen Partnerkirchen weltweit für Frieden und Gerechtigkeit, für das Überwinden von Gewalt und die Bewahrung der Schöpfung ein. Getragen wird das Berliner Missionswerk von der Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Evangelischen Landeskirche Anhalts.
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