Konferenz zu Gudina Thumsas Erbe in Kapstadt

Lensa Gudina, Tochter Gudina Tumsas, sprach auf der Tagung des Berliner Missionswerks in Kapstadt eindrücklich über das Schicksal ihres Vaters. (Foto: Reinhard Kees)

In der Diskussion waren die Teilnehmenden, ausgehend von Gudina Tumsa Worten, schnell bei ihrer Kirche und ihrer jeweiligen Situation. Kann man sich sein Schicksal aussuchen? Gerade angesichts der Tatsache, dass manche der Teilnehmenden selbst schlimme Erfahrungen in der Zeit der Apartheid gemacht hatten, war die Frage durchaus relevant. Kann die Kirche als Institution oder können nur einzelne Christinnen und Christen prophetisch sein? Darüber entwickelte sich eine spannende Diskussion, wobei aber niemand bestritt, dass das prophetische Amt notwendig ist.

Im März 2013 besuchte Bundespräsident Joachim Gauck bei seinem Äthiopienbesuch - auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin -  auch das Grab von Gudina Tumsa, des "äthiopischen Bonhoeffers". Gemeinsam mit der Tsehay Tolassa, gedachte er des Kirchenführers. Begleitet wurden sie von den Töchtern Gudinas, Aster und Lensa. Lensa Gudina leitet heute die 1992 gegründete Gudina Tumsa Foundation, die vom Berliner Missionswerk unterstützt wird.