In mehreren UN-Beschlüssen wurde sexuelle Gewalt in militärischen Konflikten explizit verurteilt und die „Trostfrauen“ gelten international als mutige Vorkämpferinnen für die völkerrechtliche Verurteilung von Vergewaltigung im Krieg. Daran soll das Denkmal erinnern. Doch nun ist genau darum ein erbitterter Streit entbrannt. Denn der Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, Stephan von Dassel, hob zunächst die Genehmigung für das Denkmal auf, gewährte sie nach starken Protesten nun aber doch wieder bis auf weiteres.
Der Korea-Verband und dessen Arbeitsgemeinschaft „Trostfrauen“ reagierten mit Empörung auf den zwischenzeitlichen Entzug der Genehmigung des Bezirksamts. Die Vorsitzende des Korea-Verbandes sowie weitere Mitglieder sind seit langem auch im Korea-Arbeitskreis des Berliner Missionswerkes vertreten. Die Berliner Verwaltung sei vor Japan eingeknickt und wolle jetzt die Grundrechte auf Kunst- und Meinungsfreiheit einschränken, so der Verband in seiner Stellungnahme. Der Korea-Verband habe von Anfang an transparent gearbeitet und darauf hingewiesen, dass mit Protesten der japanischen Regierung zu rechnen sei, sagt die Vorsitzende Nataly Jung-Hwa Han. Jetzt ist das zuständige Verwaltungsgericht in Berlin mit der Sache befasst und sucht eine Lösung, so Stephan von Dassel, „mit der alle Beteiligten leben können“.
<link https: www.berliner-zeitung.de politik-gesellschaft der-streit-um-die-trostfrauen-statue-zeigt-die-schwierigkeiten-des-erinnerns-li.111959>Berliner Zeitung vom 18. Oktober 2020
<link https: www.koreaverband.de blog stellungnahme-friedensstatue>
<link https: www.koreaverband.de blog stellungnahme-friedensstatue>Stellungnahme des Koreaverbandes