„Menschen in Japan brauchen Trost und Gebet“

Mitsko Akiba-Krämer (vorne), Pfarrer Martin Germer (2. v. l.) und Ulf Borgwardt (2. v. r.) werden eingerahmt von den Vertretern des Berliner Missionswerks: Ekkehard Zipser, Dr. Christof Theilemann und Roland Herpich (v. l.).

Es war ein bewegender Moment, als Mitsko Akiba-Krämer, japanische Pfarrerin in Berlin, am Donnerstag abend in der Gedächtniskirche ans Mikrofon trat. „Unsere Herzen spüren täglich den ganzen Schmerz dieser Katastrophe in unserer lieben Heimat. Die Menschen dort brauchen Trost und unser Gebet – und sind dankbar für Ihre Spenden.“ Anlass für diese Worte war das Benefizkonzert des Schlossorchesters Berlin, das mit Unterstützung des Berliner Missionswerkes und unter Schirmherrschaft der Japanischen Botschaft stattfand – an dem gleichen Abend, an dem in Japan erneut die Erde bebte.

Die Initiative zu dem Benefizkonzert war vom Schlossorchester selbst ausgegangen. „Alle unsere Musiker stammen aus Berlin, und als Bürger dieser weltoffenen Stadt wollen wir unseren Beitrag leisten“, betonte Dirigent Ulf Borgwardt. „Und wir tun das mit dem, was wir am besten können: mit klassischer Musik!“

Begrüßt hatte die Gäste Gemeindepfarrer Martin Germer, der darauf hinwies, dass seit dem 13. März, dem Tag der Katastrophe, stets eine Kerze in der Gedächtniskirche brenne; zum Gedenken an die Opfer und zur Aufforderung für ein stilles Gebet.

„Rund 35 Gemeinden des Kyodan, der Vereinigten Kirche Christi in Japan, liegen in den vom Erdbeben besonders betroffenen Gebieten; die Menschen haben alles verloren; Häuser, Kindergärten und Kirchen sind zerstört“, so Roland Herpich, Direktor des Berliner Missionswerkes. Noch immer wisse man nicht, wie viele Tote noch unter den Trümmern begraben seien.  Er sei dankbar, dass auch die Landessynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die am Wochenende stattfindet, für die Opfer in Japan sammeln wolle.

Bewegt zeigte sich Mitsko Akiba-Krämer von der überwältigenden Hilfsbereitschaft, die ihr und den Menschen in Japan zurzeit entgegenschwappt. Die junge Pfarrerin war mit ihrem Mann und ihrem elf Monate alten Sohn zur Zeit des Erdbebens selbst in Tokio. Immer wieder und wieder habe sie dort die Fernsehbilder verfolgt; und pausenlos habe das Telefon geklingelt: Freunde wollten sich vergewissern, dass es ihr und ihrer Familie gut gehe. Zurück in Deutschland sieht sie es auch als ihre Aufgabe an, zwischen den Kulturen zu vermitteln. „Wir in Japan sind sehr froh und überwältigt von der weltweiten Hilfsbereitschaft, aber es entspricht nicht unserer Mentalität, sofort eine Liste des Bedarfs aus der Tasche zu ziehen. Wir gehen vielmehr mit Bedacht an den Wiederaufbau“, warb sie um Verständnis dafür, dass sie – als Vertreterin des Kyodan in Berlin – noch keine konkreten Projekte benennen könne, für die die Spenden des Konzertes eingesetzt werden.  Akiba-Krämer endete mit einem Appell: „Die großzügige Unterstützung, die wir erfahren – auch durch dieses Konzert – hilft uns, die Hoffnung nicht zu verlieren. So möchte ich Danke sagen und zugleich bitten: Beten Sie weiter für Japan.“

Spendenkonto des Berliner Missionswerks:
Kto. 71617, EDG, BLZ 210 602 37, Projekt 5311 „Katastrophenhilfe Japan“
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