Seit fünf Jahren organisiert Kristina Wiskamp diesen Austausch, nachdem sie selbst von 2004 bis 2008 als Lehrerin an der Schule Talitha Kumi arbeitete. Sie freut sich, dass das Berliner Missionswerk als Träger der Schule, den Austausch unterstützt, sowohl finanziell als auch mit seinem Know-How. Die Schüler und Schülerinnen aus Talitha Kumi kommen sowohl aus dem Zweig, der das Deutsche Internationale Abitur ablegen will, als auch aus den Klassen, die den palästinensischen Abschluss, das Tawjihi, anstrebt. Ihre Austauschpartner aus Hamburg haben den Schwerpunkt „Politik/Gesellschaft/Wirtschaft“ gewählt.
Kristina Wiskamp will beiden Seiten Horizonte öffnen. Wasser und Grün: Die Jugendlichen aus Palästina genießen in Hamburg Natur und Weite ohne Mauern. Für die Hamburger Schüler ist die Zeit in der Westbank „ein einschneidendes Erlebnis“, wie Wiskamp sagt, „die Gemeinschaft, die Fröhlichkeit der Menschen in Palästina und der überall und jederzeit spürbare Nahost-Konflikt beeindrucken sie tief“. Das gelte nach der Rückkehr auch für die Eltern und Geschwister der Austauschschüler: Die Fernsehbilder, die der Konflikt seit Jahren so reichlich liefert, rücken näher.