Missionswerk gratuliert Otto Kohlstock

In einem Interview mit unserer Zeitschrift "mission" sagte Otto Kohlstock 2012, dass es ihm eine große Ehre sei, als ökumenischer Mitarbeiter in der Tradition der Männer und Frauen der Berliner Mission zu stehen. Aber, schränkte er gleich wieder ein, von den Menschen in Südafrika habe er mehr für seinen Glauben gelernt als sie von ihm. "Wenn überhaupt, dann war ich das Objekt ihrer Missionierung", sagte er. Wahrscheinlich ist es diese Offenheit das Geheimnis, wie er die Menschen erreicht und für seine Arbeit, seine Projekte begeistert.

IThemba Labantu bringt die Hoffnung zu denen, die sie am nötigsten haben: Aidskranke, Arbeitslose, Straßenkinder. „Die Arbeit unsere Berliner Missionare ruhte auf vier Säulen: der Glaubensverkündigung, den Schulen, dem Gesundheitswesen und der Berufsausbildung“ sagt er, „wobei ich mich in letzter Zeit auf die drei letzten Punkte konzentriere“. In iThemba entstanden im Laufe beispielsweise ein Aids-Hospital, eine Töpferwerkstatt und  zuletzt ein zweiter Computerraum für die Schüler und Schülerinnen.

Im Interview haben wir ihn auch gefragt, ob er sich vorstellen könne, wieder in Deutschland zu leben. Er lachte und sagte, das sei schwierig. Was er vermissen würde? „Die Art, wie die Menschen gegenseitig Anteil nehmen. Der selbstverständliche Schwatz an der Kasse im Supermarkt. Auch in der Schlange am Postschalter kommt man sofort ins Gespräch. Das würde ich vermissen hier in Deutschland. Und die Fröhlichkeit der Menschen. Und ihr Gottvertrauen“, war seine Antwort.