Widerstandskraft inmitten von Bedrohung und Not
Der russische Angriff auf die Ukraine hinterlässt Leid und Zerstörung. Städte und kritische Infrastruktur stehen unter Bedrohung, viele Menschen leben in Unsicherheit. Der Krieg ist längst nicht mehr nur ein militärischer Konflikt, sondern ein gesellschaftlicher Dauerzustand.
Die Deutsche Evangelisch-Lutherische Kirche in der Ukraine (DELKU) ist unmittelbar betroffen. Mit großer Widerstandskraft unterstützen Pfarrerinnen und Pfarrer, Ehrenamtliche und Gemeindemitglieder die Bevölkerung – mit Schutzräumen, seelsorglicher Begleitung und humanitärer Hilfe. Bischof Pavlo Shvarts berichtet im Webinar über das Leben der Gemeinden, Initiativen für Kinder und Jugendliche sowie diakonische Aktivitäten inmitten von Bedrohung und Not.
Auch die Nachbarländer spüren die Auswirkungen des Krieges. Polen ist zu einem zentralen Ort humanitärer Hilfe und gesellschaftlicher Solidarität geworden. Viele Ukrainerinnen und Ukrainer leben dort vorübergehend oder auf Dauer und benötigen Schutz, Begleitung und Perspektiven. Dariusz Bruncz von der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen (EAKiP) gibt Einblicke in geopolitische Entwicklungen und mögliche Wege zu einem realistischen Frieden. Zugleich wird der Blick auf theologische Impulse der EKD-Friedensdenkschrift erweitert – aus den Lebensrealitäten der Kirchen, die mitten im Konflikt stehen.
Durch das Gespräch führen Anna Wrzesinska, Referentin für internationale Beziehungen der EAKiP und Dr. Dr. Vladimir Kmec, landeskirchlicher Pfarrer der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und Osteuropa-Referent des Berliner Missionswerkes. Publikumsfragen begleitet Barbara Neubert aus dem Berliner Missionswerk.
Das Webinar ist die fünfte Veranstaltung der Online-Gesprächsreihe „Raum geben oder klare Kante? Kirche in der Zivilgesellschaft“ des Berliner Missionswerkes.
Termin: Donnerstag, 19. Februar, 19 Uhr; Deutsch und Polnisch mit Übersetzung
Der Link zum Einwählen wird in Kürze veröffentlicht.