Die Entscheidung wurde vom Zentralkomitee des Weltkirchenrats einstimmig getroffen in Anerkennung der starken ökumenischen, diakonischen und interreligiösen Arbeit der ELCJHL. Wegen der geringen Größe der Kirche führten die Mitglieder des Komitees „außergewöhnliche Gründe“ an, um von einer Klausel in der Rats-Verfassung Gebrauch zu machen, die Anwärter von den herkömmlichen Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft entbindet. Der ausgeprägte soziale und ökumenische Einsatz der ELCJHL wurde als Begründung für diesen seltenen Schritt angeführt.
Die Aufnahme der Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und im Heiligen Land in den Ökumenischen Rat der Kirche ist eines von mehreren Zeichen der Anerkennung ihrer Arbeit in jüngster Zeit. Bereits Mitte vergangenen Jahres war Bischof Munib Younan zum Präsidenten des Lutherischen Weltbunds gewählt worden.
Younan reagierte voller Freude auf die Nachricht des Weltkirchenrats über die Mitgliedschaft: „Wir sind überwältigt von der einstimmigen Entscheidung. Keine Kirche kann allein stehen; wir sind alle miteinander verbunden.“ Als Neumitglied im Ökumenischen Rat der Kirchen sei man stolz, Teil einer ökumenischen Gemeinschaft zu sein, die in ihrem Kern bereits die weltweite Verbundenheit einzelner Kirchen angelegt hat.
Ende Januar war eine Delegation des Weltkirchenrats ins Heilige Land gereist. Auf dem Programm standen Besuche in Gemeinden und den zahlreichen Bildungseinrichtungen der ELCJHL, die vom Berliner Missionswerk unterstützt werden. Diese ausgeprägte diakonische, ökumenische und interreligiöse Arbeit war Empfehlung für eine Aufnahme dieser kleinen aber vitalen Kirche in den Weltkirchenrat.