Nach 19 Jahren übergab Pfarrer Paul Schneiss den Vorsitz an Pfarrer Hartmut Albruschat. Im Vorstand vertreten ist auch Ökumenepfarrer Dr. Christof Theilemann, der im Berliner Missionswerk auch für die Partnerschaften zu den Kirchen in Ostasien zuständig ist. Kurz zuvor hatte eine Delegation aus Taiwan mit Moderator Lyyian-Syian Chiohh (Foto) und Generalsekretär Te-Chien Chang das Berliner Missionshaus besucht. Mit der Presbyterian Church of Taiwan (PCT) unterhält das Missionswerk – stellvertretend für die Evangelische Kirche in Deutschland - eine enge Partnerschaft. Bei dem Besuch interessierte sich die PCT besonders für das Freiwilligenprogramm des Missionswerks, weil sie in nächster Zeit ein ähnliches Programm starten möchte.
Die PCT wurde 1865 von britischen Presbyterianern gegründet. Sie sieht sich als ausgesprochene Missionskirche und vertritt heute mehr als 220.000 Gläubige. In der Zeit der japanischen Besatzung der Insel begann ihr Engagement für die Menschenrechte, das kirchliche Leben ist bis heute davon geprägt. Nach dem Krieg und der Abspaltung von Festlandschina herrschte in Taiwan Kriegsrecht, wogegen die PCT immer wieder ihre Stimme erhob und Demokratie einforderte.