Partnerschaft mit russischen Lutheranern

Evangelische Kirche in Marks (Foto: Berliner Missionswerk)

Die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen den beiden ELKER-Propsteien und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) wird die zukünftige Entwicklung der Partnerschaft rechtlich stützen und stellt sie in eine Reihe mit den anderen Partnerschaften der EKBO bzw. des Missionswerks. In Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad, feiert die Delegation aus Deutschland am Ostersonntag - der in diesem Jahr mit dem Ostersonntags-Termin der Orthodoxen Kirche zusammenfällt - den Ostergottesdienst in der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde. Auf dem Programm stehen außerdem das Kennenlernen der Gemeinde- und Propsteisituation sowie der Besichtigung von Gedenkstätten, die an die Opfer der Schlacht von Stalingrad 1942/43 erinnern.

Mit Saratow und in Marks besucht die Delegation außerdem Zentren des ehemaligen Wolgadeutschen Autonomiegebiets. Nach dem deutschen Überfall auf Russland wurden die Bewohner vertrieben; seit 2011 erinnert ein Denkmal an diese Zwangsmaßnahme - erstmals und bisher einzigartig werden sie hier offiziell als Opfer der (sowjet-stalinistischen) Repression anerkannt.