Unter der Überschrift „Dodoma und die Folgen“ soll der Frage nachgegangen werden, was unsere Praxis der Segnung bzw. der Ordination von Menschen, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben, für die Partnerbeziehungen zu unseren afrikanischen Partnerkirchen bedeutet, die unsere Praxis als Sünde und als unbiblisch ablehnen.
Zunächst wird die Rechtsgrundlage der EKBO betrachtet. Dazu ist Pfarrer Martin Germer von der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Gemeinde eingeladen. Er hat 2002 vom KK Wilmersdorf aus die Anträge an die Landessynode vorbereitet und die Diskussion und Beschlussfassung in der EKBO angestoßen und ist auch weiterhin mit der Thematik befasst.
Anschließend geht es um die Evangelisch-Lutherische Kirche von Tansania, die in ihrem Dodoma-Statement sehr scharf und eindeutig Stellung bezogen hat. Dazu wird Volker Schauer vom Nordelbischen Missionszentrum sprechen, der Hintergrundinformationen zur Entstehung und zu den Auseinandersetzungen um das Dodoma-Papier geben kann.
Danach soll die Äthiopische Evangelische Kirche Mekane Yesus ins Blickfeld gerückt werden, um zu analysieren, wie sie mit den Partnern umgegangen ist, die ihr die jeweilige Praxis dezidiert mitgeteilt haben (die schwedische Kirche und die Evangelische Lutherische Kirche von Amerika). Die Partnerkirche im südlichen Afrika, die ELCSA, wird ebenfalls zur Sprache kommen, auch wenn von dort keine dezidierten Stellungnahmen vorliegen.
Im Anschluss soll es um folgende Fragen gehen:
- Wie verhalten sich unsere Partnerkirchen gegenüber unserer Praxis?
- Wo und auf welchen Ebenen wird das Problem wie behandelt (LWB)?
- Wie und auf welchen Ebenen sollten wir den Dialog führen?
- Was können wir als Partner auf der Ebene vor Ort in diesem Dissens leisten?
- Wie ist die derzeitige Entwicklung zwischen den afrikanischen Kirchen einerseits und den europäisch-amerikanisch-westlichen Kirchen andererseits im globalen, missionsgeschichtlichen Kontext zu bewerten?
Am Ende soll eine weitere Bearbeitung der Thematik verabredet werden
Anmeldungen zum Partnerschaftstag zur Planung der Bewirtung und des Mittagessens bei:
Uwe Zimmermann (uwe.zimmermann@bmw.ekbo.de oder 030-24344-160)
Die Angemeldeten erhalten entsprechende Unterlagen (das Dodoma-Statement, die Beschlusslage der Synode der EKBO und weitere Dokumente) per E-Mail sowie das Heft „Partnerschaft in Bewährung – Ökumenische Beziehungen im 21. Jahrhundert“ vom EMW und den Jahresbericht des BMW per Post.