Reminiszere: Für Christen in Indien beten

Bischof Dr. Christian Stäblein.

In vielen Ländern der Welt werden Christinnen und Christen verfolgt, bedrängt und in ihrer Religionsfreiheit eingeschränkt. Das gilt auch für Indien. „Wir sind sehr besorgt angesichts der Bestrebungen radikaler hindunationalistischer Gruppen, Indien zu einem Land zu machen, das Hindus vorbehalten sein soll und die gegen andere Religionsgemeinschaften und Minderheiten massiv vorgehen“, sagt EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber. Die Angriffe auf Christen und Muslime würden von Verleumdungen und Einschüchterungen bis hin zu offener Gewalt reichen.

Aber auch die Gesetze einiger Bundesstaaten, die den Glaubenswechsel vom Hinduismus zum Christentum einschränken oder unterbinden sollen, stünden im Gegensatz zur Religionsfreiheit, wie sie in der Verfassung der größten Demokratie der Welt verankert ist.

Der Gottesdienst in der Berliner Marienkirche am 28. Februar blickt u.a. zur evangelischen Gossner Kirche in Indien, einer Partnerkirche der EKBO. Sie ist mit rund 400.000 Mitgliedern die zweit-größte lutherische Kirche Indiens und vertritt vor allem christliche Adivasi, Angehörige der indigenen Bevölkerung Indiens. Am Gottesdienst beteiligt sind neben Bischof Dr. Christian Stäblein auch Ökumenereferentin Barbara Deml sowie Christian Reiser, Direktor der Gossner Mission.

Seit 2010 bereits ruft die EKD am Sonntag Reminiszere Kirchen und Gemeinden dazu auf, sich für bedrängte und verfolgte Christen weltweit einzusetzen. Dabei wechselt der Fokus alljährlich.  

<link https: youtu.be fhu2gamzvra.>Der Gottesdienst in der Berliner Marienkirche wird im Livestream übertragen: Sonntag, 28. Februar, 10.30 Uhr  >>

<link https: www.ekd.de fuerbitte-bedraengte-und-verfolgte-christen-reminiszere-2021-61023.htm>Zum Thema ist eine Publikation der EKD erschienen, die Hintergrundinformationen und Materialien bietet (PDF) >>