„Gottesdienste werden gemeinsam gefeiert und über den Glauben wird gesprochen. Das ist gelebte Ökumene – mit langer Tradition“, so Barbara Deml.Kundig geführt wurden sie vom Neuköllner Pfarrer Dr. Reinhard Kees, dem früheren Afrikareferenten des Berliner Missionswerkes. Nach einem Start in der reformierten Bethlehemsgemeinde und ihrer Gastgemeinde, der Iranisch-Presbyterianische Gemeine, ging es zur Herrnhuter Brüdergemeine und zur Kiezkirche der Baptisten.
Danach stand die ev. Bethlehemskirche am Richardplatz als Beispiel der ökumenischen Sommeroase und die katholische Richardkirche als Beispiel für den ökumenischen Winterspielplatz auf dem Programm. Der Rundgang endete in der Magdalenenkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Rixdorf, in der auch die United Bretheren of Christ seit mehr als zwei Jahrzehnten zu Hause sind.
Vor allem beeindruckte die herzliche Verbundenheit, mit der alle Gemeinden von "ihrer" Kiezökumene berichteten. Der gemeinsame Gottesdienste im Körnerpark zu Pfingstmontag, das Martinsfest mit Laternenumzug und Lagerfeuer, die interreligiösen Begegnungen mit Gemeindegliedern der Nachbarmoscheen - es gibt zahlreiche ökumenisch verantwortete Highlights im Jahr. Es wurde für die Besucherinnen und Besucher klar: Wenn man, wie hier, gemeinsam Projekte zum Wohle der Gesellschaft - wie die Sommeroase und den Winterspielplatz für Eltern mit ihren Vorschul-Kindern - verwirklicht, wachsen auch die Gemeinden im ökumenischen Geist immer mehr zusammen. Zudem wurde deutlich, wie sehr Kirche eben Kirche im Kiez ist, und wie sehr sich die Gemeinden um die gesellschaftliche Verantwortung für ihren Kiez bemühen und für den Kiez öffnen.