Rumänien: Partnerschaftsvertrag unterzeichnet

Von li.: Direktor Roland Herpich, Bischof Reinhart Guib und Hauptanwalt Friedrich Gunesch.

Der neue Vertrag hat historische Wurzeln: Bis zum Ersten Weltkrieg unterstanden alle deutschsprachigen evangelischen Gemeinden im heutigen Rumänien, darunter auch in der Hauptstadt Bukarest, der preußischen kirchlichen Administration. Erst in den 1920er Jahren hat sich diese lutherische Diaspora in den Verband der EKR integriert. In jüngerer Vergangenheit hatten sich zunächst unter Bischof Dr. Wolfgang Huber und dann unter Bischof Dr. Markus regelmäßige und intensive Kontakte zur EKR etabliert. Verschiedene Kirchenpartnerschaften auf Gemeindeebene, Unterstützung im Bereich der Flüchtlingsarbeit und nicht zuletzt der in Berlin ansässige Förderverein der landeskirchlichen Stiftung Kirchenburgen haben in den letzten Jahren zu einem engerem Austausch zwischen EKBO und EKR beigetragen.

Die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien ist eine evangelisch-lutherische konfessionelle und sprachliche Minderheitskirche mit etwa 13.000 Mitgliedern (Stand 2010). Sie umfasst vornehmlich deutschsprachige evangelische Christen in Siebenbürgen und in der Hauptstadt Bukarest. Seit 2010 steht Bischof Reinhart Guib an der Spitze der EKR. Bischofssitz ist Sibiu/Hermannstadt; Verkündigungssprache ist deutsch.