Mit Erfahrung und Segen ans Kap
Katharina Alze-Meusel und Werner Alze reisen am 17. September erneut als Senior Experts nach Südafrika. Im Auftrag des Berliner Missionswerks unterstützen sie für drei Monate Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Südlichen Afrika (ELCSA). Ausgesandt wurden sie von Dr. Martin Frank, Afrikareferent des Berliner Missionswerks.
Am Ende ist es ein Segen, der bleibt. „Gott aber kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei“, heißt es im 2. Korintherbrief. Mit diesen Worten verabschiedete Martin Frank, Afrikareferent des Berliner Missionswerks, am 13. September Katharina Alze-Meusel und Werner Alze. Wenige Tage später machen sie sich erneut auf den Weg nach Südafrika.
Es ist ihre vierte Aussendung. Seit 15 Jahren reisen die beiden immer wieder als Senior Experts in die Region um Mossel Bay am Kap. Auch diesmal geht es nicht um ein touristisches Wiedersehen, sondern um Mitarbeit: Drei Monate lang werden sie Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Südlichen Afrika (ELCSA) begleiten und ihre langjährige Erfahrung einbringen.
Die Anfrage kam von ihrem Freund Bokkie, Gerhardus Bock, inzwischen Pfarrer in Mossel Bay. Er bat die beiden, ihn in der weitläufigen Gemeindearbeit zu unterstützen, in Mossel Bay selbst ebenso wie in den kleineren Gemeinden der Umgebung. Die Wege sind weit, die Strukturen nicht immer einfach. Und auch die Partnerschaft zwischen dem Berliner Missionswerk und der ELCSA ist von Fragen und gelegentlich schwer durchschaubaren Verhältnissen geprägt.
Gerade deshalb hat die Reise für das Berliner Missionswerk Gewicht. Katharina und Werner sind nicht nur Helfende vor Ort. Sie halten eine Verbindung lebendig, die sonst leicht abstrakt werden könnte. Sie kennen die Gemeinden, die Menschen und inzwischen auch die Schwierigkeiten. Ihre Erfahrung wird damit selbst zu einer Form ökumenischer Arbeit.
Martin Frank, der die beiden als Afrikareferent seit Jahren begleitet, machte bei der Aussendung keinen Hehl daraus, dass ihr Einsatz auch für die Partnerschaft in Berlin wichtig ist. „Umso wertvoller ist es, dass Ihr nochmals eine Brücke zwischen uns in Berlin und der Kirche am Kap bildet“, sagte er. Das Berliner Missionswerk begleite ihre vierte Aussendung mit Dankbarkeit und Vertrauen.
Zum Abschied zitierte Martin Frank Paul Gerhard: „Dass unsere Sinnen wir noch brauchen können, / und Händ und Füße, Zung und Lippen regen, / das haben wir zu danken seinem Segen.“ Es ist ein bemerkenswert nüchterner Gedanke für eine Aussendung: Alter nicht als Rückzug, sondern als Zeit, in der das noch Mögliche Gestalt gewinnt.
Katharina Alze-Meusel und Werner Alze fliegen am 17. September nach Südafrika. Drei Monate werden sie dort mitarbeiten; danach kommen sie zurück. Was von einer solchen Reise bleibt, lässt sich schwer messen. Vielleicht ist es genau das, was Martin Frank ihnen mit auf den Weg gab: „Was du gesehen, gelernt und erfahren hast, möge in dir weiterwirken.“