Symbol: "Madonna von Stalingrad" für Moskau

Die sogenannte "Madonna von Stalingrad" (Foto: Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche)

Die Evangelisch-lutherische Kirche in Russland ist eng mit der Geschichte der Russlanddeutschen verbunden, die insbesondere in der Stalinzeit schweren Verfolgungen ausgesetzt waren. Sowohl das Konzert in Berlin, in dem der frühere Ministerpräsident Sergej Stepaschin und seine Frau Tamara Wladimirowna sowie Sergej Jurewitsch Netschajew, Botschafter Russlands in Deutschland und weitere hochrangige Repräsentanten anwesend sein werden, als auch das Konzert im nächsten Jahr, zu dem ebenso politische Repräsentanten sowie seitens der Orthodoxen Kirche zu erwarten sind, hat für die heutige Stellung der Lutheraner in Russland hohe symbolische Bedeutung.


Für die Bundesrepublik Deutschland wird Irmgard Maria Fellner, stellv. Abteilungsleiterin im Auswärtigen Amt und Beauftragte für Auswärtige Kulturpolitik ein Grußwort sprechen. Für das Auswärtige Amt hat das Konzert am kommenden Freitag ebenfalls eine erhebliche politische und kulturpolitische Bedeutung, und die Übergabe der Kopie der Stalingrad-Madonna wird ausdrücklich begrüßt.


Der Auftritt ist zugleich ein Benefizkonzert zugunsten der kirchlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Propstei Wolgograd und ein Gedenkkonzert zum 155. Geburtstag der Großfürstin Elisabeth, einer „Märtyrerin des 20. Jahrhunderts“. Der Chor führt Werke russischer Komponisten wie Rachmaninoff und Chesnokov sowie von Bach, Mozart, Schubert und Bellini auf.