Der Beauftragte für den Kirchlichen Entwicklungsdienst, Dr. Patrick Roger Schnabel, ist überzeugt: „Wer heute die Notwendigkeit einer tiefgreifenden Transformation unserer Lebensweise verlangt, ist kein Visionär, sondern Realist. Den Realitätssinn verloren hat, wer glaubt, wir könnten einfach so weiterwirtschaften wie bisher.“
Rainer Kiefer, Direktor des Dachverbandes Evangelische Mission Weltweit (EMW), erinnert an die Erklärung „Kairos für die Schöpfung – Hoffnungsbekenntnis für die Erde", die von Teilnehmenden des gleichnamigen Kongresses aus 22 Ländern verfasst worden war. Auf dieser internationalen Konferenz, organisiert im Sommer 2019 u.a. von EMW, EKD und dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) - hatten VertreterInnen von Kirchen und Nichtregierungsorganisationen zu einer „ökologischen Transformation unserer Gesellschaften“ aufgerufen.
„Die Dringlichkeit der Krise verlangt von uns, dem Weg Christi zu folgen und die positiven Initiativen der Kirchen weltweit wahrzunehmen“, zitiert Kiefer aus der Erklärung. „Deshalb setzen sich die evangelischen Missionswerke für einen nachhaltigen Lebensstil und eine Umweltethik ein, die dafür sorgt, dass die Erde auch für nachfolgende Generationen bewohnbar bleibt.“
Tag der Erde: Lebensstil ändern!