Taiwan: EKBO und Berliner Missionswerk vertiefen Beziehungen mit Partnerkirche

Von links: Bischof Hsu Jung-Fong, Bischof Dr. Markus Dröge und Direktor Roland Herpich. (Foto: Jutta Klimmt)

Bischof Dr. Markus Dröge: „Die Presbyterianische Kirche in Taiwan ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine christliche Kirche sich aktiv für Demokratie, Menschenrechte und das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen einsetzt. Gerade für uns in Berlin gewinnt die Partnerschaft mit den Christen in Taiwan deshalb eine besondere Bedeutung.“  
Die Evangelische Kirche und das Berliner Missionswerk vereinbarten, mit der PCT einen deutsch-taiwanesischen Jugendaustausch einzurichten. Die PCT beabsichtigt zudem, taiwanesische Geistliche nach Deutschland zu entsenden, die asiatischen Gemeinden die Integration in die deutsche Gesellschaft erleichtern sollen. Zum Selbstverständnis der PCT gehört es, ihre Gemeindeglieder in Deutschland zu motivieren, sich mit ihrer neuen Heimat zu identifizieren und sich im Kontext der deutschen Gesellschaft zu engagieren. Zudem wurde vereinbart, die Unterstützung des Hilfsprojektes für Fischer und Seeleute aus der Urbevölkerung Taiwans in Kaohsiung im Süden der Insel durch das Berliner Missionswerk fortzusetzen.
Die Presbyterianische Kirche Taiwans wurde ab 1854 von kanadischen und britischen Missionaren gegründet. Heute hat sie 250.000 Mitglieder in 150 Gemeinden. Das sind rund ein Prozent der Bevölkerung. Die PCT unterhält Schulen, Universitäten und Krankenhäuser. Bereits während der Zeit der autoritären Einparteienherrschaft der Kuomintang-Partei und der Dauer des Kriegsrechtes bis 1987 hat sich die PCT unter großen Opfern für Demokratie und für soziale Gerechtigkeit in Taiwan eingesetzt. Sie engagiert sich heute für das Selbstbestimmungsrecht des Landes gegenüber China.
In den Gesprächen zwischen den Partnerkirchen und dem Berliner Missionswerk, vom 24. Juni bis zum 26. Juni 2013 in Taipei, war auch die Erfahrung der Kirche in der DDR wichtig, die sich vor dem Fall der Mauer für Menschenrechte und Demokratie eingesetzt hat. Die PCT ist den evangelischen Christen in Deutschland dankbar für die Unterstützung während der Einparteienherrschaft der Kuomintang-Partei. Der Besuch von Bischof Martin Kruse 1983 bei dem damaligen Vorsitzenden der PCT im Gefängnis ist bis heute in Taiwan immer noch in lebendiger Erinnerung. 30 Jahre später bestärkt Bischof Dröge nun durch seinen Besuch die partnerschaftliche Beziehung.

 

Das <link file:317>Kommuniqué im englischen Wortlaut (PDF)


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