„Das ist eine sehr große Freude“, schrieb Bischof Dr. Markus Dröge (EKBO), der auch Vorsitzender des Missionsrates des Berliner Missionswerks ist. „Meinen Dank an alle, die sich so überaus engagiert haben, um dieses Ziel zu erreichen!“ Zahlreiche weitere Gratulationen konnte Herpich unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht entgegen nehmen.
Seit 2008 gehört Talitha Kumi zu den deutschen Auslandsschulen und bietet damit auch den international anerkannten Bildungsabschluss „Deutsche Internationale Abiturprüfung“ (DIAP) an. Daneben ist weiterhin das Ablegen des palästinensischen Abiturs „Tawjihi“ möglich, eine landesweite Zentralprüfung, die vom palästinensischen Erziehungsministerium durchgeführt wird. Die Bund-Länder-Inspektion ist eine Maßnahme des Pädagogischen Qualitätsmanagements der Deutschen Auslandsschulen. In 12 der 15 bewerteten Merkmale wurde Talitha Kumi in die höchsten Kategorien 4 oder 3 eingestuft. Die Inspektoren lobten, wie es in kurzer Zeit – nach einer Inspektion im Jahr 2015 – gelungen sei, Talitha Kumi auf diesen Stand zu bringen. Auch für die weitere Entwicklung sehen sie sehr gute Ansätze.
Talitha Kumi wurde im 19. Jahrhundert von den Kaiserswerther Diakonissen als Mädchenschule gegründet, noch heute habe die Bildung von Mädchen eine hohe Priorität. Zu den Zielen des Unterrichts gehöre auch, den Angehörigen verschiedener Konfessionen und Religionen Toleranz und Respekt zu vermitteln. Derzeit sind etwa 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler Christen, gut 50 Prozent sind Muslime. Zu den Absolventinnen der Schule, die seit 1975 vom Berliner Missionswerk getragen wird, zählen die palästinensische Frauenrechtlerin Dr. Sumaya Farhat Naser und die Diplomatin Dr. Khouloud Daibes, derzeit Leiterin der Palästinensischen Vertretung in Deutschland.
Talitha Kumi: “Exzellente Auslandsschule”