Viele Frauen in Tansania erkranken an Gebärmutterhalskrebs – unnötig viele. In Deutschland gehört die Vorsorge zur medizinischen Grundversorgung; bei uns ist sie kein Luxus. In Tansania dagegen ist diese Vorsorge noch fast unbekannt. Entsprechend hoch, etwa 10%, ist die Rate betroffener Frauen. Die Erkrankung führt im fortgeschrittenen Stadium zur totalen Inkontinenz und damit zur sozialen Ächtung der betroffenen Frauen und zu ihrer Isolierung. Für die Reduzierung von Gebärmutterhalskrebserkrankungen zu sorgen ist somit die Erfüllung eines Menschenrechts, das den betroffenen Frauen in Tansania ein Leben in Menschenwürde ermöglicht.
Dabei ist der Tumor leicht im Frühstadium zu erkennen und zu therapieren. Ein solches Programm einzuführen, ist die Aufgabe der Ärztin Heinke Schimanowski-Thomsen, die das Berliner Missionswerk jetzt für drei Jahre nach Matema am Nordufer des Nyassa-Sees schickt. Ungefähr 1.400 Frauen kommen jährlich in das Krankenhaus zu Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen, zu Entbindungen und in die große HIV-Klinik. Mit einer routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung können ca. zwei Prozent der über 25-jährigen Frauen im Kyela Distrikt erreicht werden.
Tansania: Missionswerk schickt Ärztin ins Hospital Matema