Die Friedensstatue erinnert an den Mut der „Trostfrauen“, das Schweigen zu brechen über die Kriegsverbrechen des japanischen Militärs an unzähligen Frauen und Mädchen Ostasiens während des Zweiten Weltkriegs. Der Korea-Verband, mit dem das Berliner Missionswerk seit langem zusammen arbeitet, hat die Aufstellung initiiert. Die Bronzestatue – eine Arbeit des südkoreanischen Künstlerpaares Kim Eun-sung und Kim Seo-kyung – ist die erste Statue dieser Art, die in Deutschland an einem öffentlichen Ort aufgestellt wurde. Eine erste, ähnlich gestaltete Statue wurde 2011 vor der Japanischen Botschaft in Seoul errichtet. Ähnliche Mahnmale stehen mittlerweile in vielen Ländern der Erde. So wie andernorts hat auch in Berlin die japanische Regierung gegen die Statue interveniert.
Wie der Tagesspiegel berichtete, sprachen sich auch CDU und FDP in der BVV Mitte grundsätzlich für den Verbleib der Statue aus. Allerdings sollte der Begleittext geändert werden: „Wir finden es nicht richtig, dass nur auf den Konflikt zwischen Japan und Korea eingegangen wird“, sagte der Verordnete Benjamin Fritz, CDU. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen in Kriegen sei in vielen Ländern ein Problem. Mit den Stimmen von Linken und Grünen wurde der Antrag abgelehnt und die Entscheidung zum Abbau revidiert. Man wolle das umgehend dem Korea-Verband mitteilen, so Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel.
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