Zum Gottesdienst kamen 250 Gläubige zusammen, darunter auffallend viele junge Menschen und junge Familien. Begleitet wurde der Gottesdienst durch die die Jugendband und den Chor der Han In-Gemeinde sowie den Chor der chinesischen Gemeinde. Im Anschluss luden die drei Gemeinden zu einem Imbiss mit koreanischem Glasnudelsalat, japanischem Sushi und deutschen belegten Brötchen.
„Angesichts der historischen Belastungen zwischen den drei Völkern war dieser Gottesdienst ein bemerkenswerter Schritt“, so Dr. Christof Theilemann, Landespfarrer für Ökumene und Ostasienreferent des Berliner Missionswerks. Als Ausdruck der besonderen Verbundenheit richteten sich die Fürbittgebete an eine andere Nation; China bat für Japan, Japan bat für Deutschland, Deutschland bat für Korea und Korea bat für China. „Hoffentlich kann Japan mit Hilfe Gottes ehrlich die Historische Schuld im Zweiten Weltkrieg verantworten“ hieß es in der chinesischen Fürbitte, „Bitte hilf dem Demokratisierungsprozess in der Volksrepublik China“ in der Koreanischen Bitte. Ehrliche Zeichen der Hoffnung auf Frieden in Ostasien und die Überwindung alter Ressentiments.
„Die ostasiatischen Gemeinden wachsen in atemberaubenden Tempo“, so Dr. Theilemann, „was sicher auch daran liegt, dass in den Gemeinden so viel Leben herrscht“. Längst sind die deutschen Gemeinden daher mehr als bloße Gastgeber und die chinesischen, koreanischen und japanischen Christen mehr als bloße Gäste. Die Begegnungen zwischen Landeskirche, Berliner Missionswerk und den asiatischen Auslandsgemeinde finden auf Augenhöhe statt, so Dr. Theilemann, „schon lange und ganz selbstverständlich“. Alle drei Gemeinden sind bei Berliner evangelischen Gemeinden zu Gast: Die chinesische Gemeinde trifft sich in der Kirche am Hohenzollernplatz, die koreanische Han In-Gemeinde in der Moabiter Heilandskirche und die japanische Gemeinde in Alt-Schöneberg.
Zum ersten Mal: Ostasiatische Partnergemeinden des Missionswerks feiern gemeinsamen Gottesdienst