Talitha Kumi, Dachterasse @Moira Hamnes, Freiwillige 2019/20

Das Ökumenische Freiwilligenprogramm

Das Berliner Missionswerk entsendet seit fast 50 Jahren Freiwillige in Projekte seiner Partnerkirchen in China, Großbritannien, Indien, Israel, Italien, Kuba, Ostjerusalem, Palästina, Rumänien, Schweden, Südafrika, Taiwan, Tansania und Uganda. Ab 2023 kommt Südkorea hinzu. Die Freiwilligen lernen von den Partnern und bringen eigene Erfahrungen in die Projekte ein. Durch die persönlichen Begegnungen werden unsere Partnerschaften gestärkt und vertieft. Zu den Werten, den Wurzeln und der Identität des Berliner Missionswerkes erfahren Sie mehr in unserem Leitbild.

Das Freiwilligenjahr kann - je nach Einsatzort - durch weltwärts, als Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IJFD) oder als Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) anerkannt werden.

Termine

Das Auswahlseminar für das Freiwilligenjahr 2023/24 findet von Freitag bis Sonntag, 11. bis 13. November 2022, statt.

Haben Sie Fragen zur Bewerbung oder zum Freiwilligenjahr?

Dann können Sie sich gerne an uns wenden; per E-Mail an freiwilligenprogramm@bmw.ekbo.de oder per Telefon unter 030/24344-5759.

Informationen zum Herunterladen

Bewerbungsbögen zum Herunterladen

Weltweite Einsatzstellen

Häufig gestellte Fragen

In welchen Ländern kann ich meinen Dienst absolvieren?

Wir bieten Stellen in China, Großbritannien, Indien, Israel, Italien, Japan, Kuba, Ost-Jerusalem, Palästina, Rumänien, Schweden, Südafrika, Südkorea, Taiwan, Tansania oder Uganda an. Genauere Informationen zu den Stellen finden Sie auf der Seite der Einsatzländer.

 

Welche Voraussetzungen müssen Bewerber:innen erfüllen?

Bewerber:innen sollten zum Zeitpunkt der Ausreise mindestens 18 Jahre und höchstens 28 Jahre alt sein. Sie sollten außerdem gesundheitlich fit für ein Jahr im Ausland sein, Interesse an anderen Lebensverhältnissen haben, bereit sein engagiert mitanzupacken, bald die Schule abschließen, ihre Ausbildung beenden oder studieren.

 

Welche Möglichkeiten bietet ein Freiwilligendienst?

Freiwillige können die Menschen und Projekte unserer weltweiten Partnerkirchen kennenlernen, ihren Erfahrungshorizont erweitern, eigene Gewohnheiten hinterfragen sowie Sprachkenntnisse und soziale Kompetenzen erweitern. Der Freiwilligendienst bietet einen intensiven Einblick in die Situation des Gastlandes und ermöglicht die Auseinandersetzung mit ökumenischen und entwicklungspolitischen Fragen. Freiwillige übernehmen Verantwortung und erhalten Impulse für die berufliche Orientierung.

Wie viele Einsatzplätze gibt es?

Wir entsenden zurzeit 30 Freiwillige jährlich ins Ausland. In Deutschland sind zudem - im Rahmen unseres Inwärts-Programms - Freiwillige aus unseren Partnerländern tätig.

 

Wie lange dauert der Einsatz?

Der Einsatz dauert - je nach Land - zwischen zehn und zwölf Monate. Als Freiwillige/r verpflichten Sie sich für die gesamte Dauer des Einsatzes.

 

Gibt es eine Begleitung durch das Berliner Missionswerk im Einsatzland?

Die Länderreferent:innen des Berliner Missionswerkes sowie das Team des Freiwilligenprogramms sind für die Begleitung der Freiwilligen zuständig. Sie regeln die Voraussetzungen für Ihren Einsatz, pflegen den Kontakt zu den Partnerorganisationen und unterstützen den Lernprozess durch Begleitseminare und Auswertungsgespräche. Im Land werden die Freiwilligen von Arbeitsvorgesetzten und Mentor:innen begleitet.

 

Was gehört in eine Bewerbung?

Zu einer vollständigen Bewerbung gehören:

  • ein ausgefüllter deutscher Bewerbungsbogen,
  • ein ausgefüllter englischer Bewerbungsbogen,
  • ein Foto von Ihnen,
  • zwei Referenzen (Hinweise hierzu finden Sie in den Bewerbungsbögen).

Kann ich mich für eine bestimmte Stelle bzw. ein Land bewerben?

Wir versuchen nach Möglichkeit, Ihre Wünsche zu berücksichtigen. Es kann jedoch vorkommen, dass wir Ihnen nach der Auswahl einen alternativen Stellenvorschlag unterbreiten. Bitte geben Sie in der Bewerbung möglichst ein oder zwei Alternativen für Ihre präferierte Stelle an.

 

Wie viele Bewerbungen erhält das Berliner Missionswerk?

Das ist sehr unterschiedlich und sehr schwer vorauszusagen. In der Regel können wir etwa die Hälfte der Bewerber:innen in unser Programm aufnehmen.

 

Nach welchen Kriterien werden die Freiwilligen ausgewählt?

Für viele Einsatzbereiche- oder Länder ist die Nachfrage größer als unser Angebot. In einigen Einsatzstellen sind besondere Fähigkeiten oder Erfahrungen, die Vorrausetzung für einen Dienst. Außerdem achten wir auf allgemeine Kompetenzen, die für einen Freiwilligendienst wichtig sind, z.B. Interesse an anderen Kulturen, die Fähigkeit sich auf Neues einzulassen und Engagement in Kirche und/oder Gesellschaft.

 

Muss ich die Sprache des Einsatzlandes schon vor dem Dienst können?

Für einen Dienst in englischsprachigen Ländern werden Sprachkenntnisse vorausgesetzt. Für alle anderen Länder werden im Einsatzland Sprachkurse angeboten. Je mehr Sprachkenntnisse Sie im Vorfeld sammeln können, desto leichter wird Ihnen der Einstieg in das Freiwilligenjahr fallen. Wir empfehlen daher dringend, dass Sie sich so intensiv wie möglich selbständig im Vorfeld mit dem Spracherwerb befassen.

 

Was passiert, nachdem meine Bewerbung eingegangen ist?

Wenn Ihre Bewerbung vollständig bei uns eingegangen ist, laden wir Sie zu einem mehrtägigen Auswahlseminar ein. Sollte die Bewerberzahl das Kontingent unserer Plätze beim Auswahlseminar übersteigen, treffen wir eine Vorauswahl für die Teilnahme aus Seminar. Beim Auswahlseminar erwarten Sie unsere Mitarbeiter:innen und ehemaligen Freiwilligen. Wir werden Sie in verschiedenen Einheiten durch persönliche Vorstellung, Diskussionen und Einzelgespräche näher kennenlernen und im Anschluss an das Seminar über die Stellenbesetzungen entscheiden.

 

Wann erfahre ich, ob ich angenommen wurde?

Etwa eine Woche nach dem Auswahlseminar wird die Entscheidung getroffen. Dann erhalten die künftigen Freiwilligen von uns einen Stellenvorschlag; dieser muss innerhalb einer Woche angenommen (oder abgelehnt) werden.

 

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Das Berliner Missionswerk übernimmt ein monatliches Taschengeld, die Kosten für Versicherungen, Visa sowie Begleitseminare und stellt eine angemessene und ortsübliche Unterkunft einschließlich Verpflegung. Die Freiwilligen übernehmen - je nach Land - einen Anteil der Kosten für Visa und Sprachkurse, zurzeit max. 300 Euro. Für weltwärts-Freiwillige werden zusätzlich die Kosten für An- und Abreise in das Einsatzland übernommen. Die Eltern von Freiwilligen haben darüber hinaus weiterhin Anspruch auf Kindergeld.

 

Was steckt hinter der Idee der Freundeskreise?

Freiwillige bilden in der Regel einen Freundeskreis von mindestens zehn Personen für die Zeit Ihres Freiwilligendienstes. Ein fester Personenkreis, der die Freiwilligen auf ihrem Weg begleitet, ist wichtig. Sie brauchen Menschen, die während ihres Einsatzes mit Ihnen in Kontakt bleiben, an Ihren Erlebnissen Anteil nehmen, an sie denken und für sie beten. Die Freundeskreise erhalten einen Einblick in das Leben der Menschen in den ausländischen Partnerkirchen. Ein Netz des Wissens übereinander entsteht. Es ist für sie wichtig, sich mit vertrauten Menschen über ihre neuen Einsichten und persönlichen Veränderungen austauschen zu können. Jedes Freundeskreismitglied wird um einen monatlichen Beitrag von 15 Euro oder mehr gebeten. Die Bildung des Freundeskreies erfolgt auf freiwilliger Basis und ist nicht Voraussetzung für die Aufnahme in das Programm oder die Ausreise. Hinter den Freundeskreisen steht der Gedanke der Solidarität. Es geht nicht um die Finanzierung des eigenen Dienstes, vielmehr tragen die Spenden dazu bei, dass möglichst viele Freiwillige einen solchen Dienst absolvieren können, auch diejenigen, denen weniger Geld zur Verfügung steht. Die Freundeskreise ermöglichen es uns, gut organisierte, pädagogisch begleitete und inhaltlich sinnvolle Freiwilligendienste anzubieten.

 

Wie werden die Freiwilligenprogramme finanziert?

Das Berliner Missionswerk finanziert seine Freiwilligenprogramme durch den Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie das weltwärts-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Außerdem durch Mittel aus kirchlichen Kollekten, die Unterstützung durch die Freundeskreise und durch Spenden.

 

Wie sind die Standards im Einsatzland?

Das Berliner Missionswerk sorgt – in Absprache mit den Projektpartner:innen – für Unterkunft, Verpflegung und Taschengeld. Darüber hinaus trägt das Berliner Missionswerk Ihre Auslandskranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung im Land. Der Standard der Unterkunft und die Höhe des Taschengeldes richten sich nach landesüblichen Bedingungen, nach den finanziellen Möglichkeiten der Partner:innen und manchmal auch nach den Lebensumständen der Menschen, mit denen die Freiwilligen zusammenarbeiten. Die Bedingungen sind meist bescheidener, als Sie es von zu Hause gewohnt sind, aber übersteigen meist den ortsüblichen Standard. In manchen Ländern leben die Freiwilligen allein in Wohnungen oder Häusern. Manchmal wohnen die Freiwilligen mit anderen Freiwilligen oder Menschen aus dem Einsatzland in Wohngemeinschaften. In einigen Fällen wohnen die Freiwilligen direkt auf dem Gelände ihrer Einsatzstelle.

 

Kann ich während des Einsatzes Urlaub nehmen?

Selbstverständlich. Ihr Urlaubsanspruch ist vertraglich festgeschrieben und muss immer mit der Einsatzstelle abgesprochen und genehmigt werden.
 

Welche Versicherungen brauche ich?

Das Berliner Missionswerk schließt für Sie folgende Versicherungen ab:

  • Auslandskrankenversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Unfallversicherung

Brauche ich ein Visum für meinen Einsatz?

Für China, Großbritannien, Indien, Japan, Kuba, Palästina, Südafrika, Südkorea, Tansania und Taiwan benötigen Sie ein gültiges Visum. Das Berliner Missionswerk unterstützt Sie bei der Beantragung. Dafür benötigen Sie einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate nach Dienstende gültig sein muss. Die Visumsbeschaffung verursacht einen großen organisatorischen Aufwand. Das klappt nicht immer reibungslos, denn die Bestimmungen ändern sich oft kurzfristig. Die zuständigen ReferentInnen informieren Sie über die notwendigen Schritte und begleiten Ihr Antragsverfahren. Visaverfahren sind oft sehr teuer und kostspielig. Das Berliner Missionswerk übernimmt einen Großteil der Kosten, die Ihnen im Antragsverfahren entstehen.

Ich habe weitere Fragen - wer kann mir helfen?

Sie können sich jederzeit gerne per E-Mail an freiwilligenprogramm @ bmw.ekbo.de oder per Telefon unter 030/24344-5759 an uns wenden.

 

Mehr zum Freiwilligenprogramm

Ausgabe 2/2020 "50 Jahre in alle Welt"

Aus dem Inhalt
Engagement - 50 Jahre weltweit aktiv
BibelSeite - »Der Abschied war wie Sterben«
Erfolgsstory - Es begann mit einem spontanen Einsatz
Tansania - Weltbild: Auf afrikanische Füße gestellt
Südafrika - Grundüberzeugungen, neu sortiert
Wie aus Meike Waechter Motlatso Makoala wurde
Kuba - Herausforderung: Begleitung der Freiwilligen
Palästina - Plötzlich Deutschlehrerin in Talitha Kumi

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Ihre Ansprechpartnerin

Sabine Klingert
Referentin für das Freiwilligenprogramm

Tel 030 24344–5759
E-Mail s.klingert@bmw.ekbo.de