Kinder in Talitha Kumi, Foto: Berliner Missionswerk

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Koreaverband: Friedensstatue muss bleiben

200.000 Mädchen und Frauen wurden als sogenannte „Trostfrauen“ vom japanischen Militär während des Asien-Pazifik-Krieges von 1931 bis 1945 als Zwangsprostituierte versklavt und sexuell ausgebeutet. Um die Erinnerung an ihr Leid wachzuhalten – und um Japan zu einer angemessenen Aufarbeitung seiner Vergangenheit zu bewegen – werden an vielen Orten der Welt Statuen aufgestellt. Zunächst vor der japanischen Botschaft in Seoul, seit diesem Herbst auch in Berlin. Diese Statue, errichtet am 28. September, führt nun zu Konflikten mit der Berliner Verwaltung. „Diese Erinnerungsarbeit ist aber ein wichtiger Schritt zur Versöhnung“, so Pfarrerin Barbara Deml, Ostasienreferentin des Berliner Missionswerks, „auch wenn es für die Nachkommen japanischer Soldaten schwierig sein mag, sich ihrer Geschichte zu stellen.“

In mehreren UN-Beschlüssen wurde sexuelle Gewalt in militärischen Konflikten explizit verurteilt und die „Trostfrauen“ gelten international als mutige Vorkämpferinnen für die völkerrechtliche Verurteilung von Vergewaltigung im Krieg. Daran soll das Denkmal erinnern. Doch nun ist genau darum ein erbitterter Streit entbrannt. Denn der Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, Stephan von Dassel, hob zunächst die Genehmigung für das Denkmal auf, gewährte sie nach starken Protesten nun aber doch wieder bis auf weiteres.

Der Korea-Verband und dessen Arbeitsgemeinschaft „Trostfrauen“ reagierten mit Empörung auf den zwischenzeitlichen Entzug der Genehmigung des Bezirksamts. Die Vorsitzende des Korea-Verbandes sowie weitere Mitglieder sind seit langem auch im Korea-Arbeitskreis des Berliner Missionswerkes vertreten. Die Berliner Verwaltung sei vor Japan eingeknickt und wolle jetzt die Grundrechte auf Kunst- und Meinungsfreiheit einschränken, so der Verband in seiner Stellungnahme. Der Korea-Verband habe von Anfang an transparent gearbeitet und darauf hingewiesen, dass mit Protesten der japanischen Regierung zu rechnen sei, sagt die Vorsitzende Nataly Jung-Hwa Han. Jetzt ist das zuständige Verwaltungsgericht in Berlin mit der Sache befasst und sucht eine Lösung, so Stephan von Dassel, „mit der alle Beteiligten leben können“.

Stellungnahme des Koreaverbandes

"Die Friedensstatue muss bleiben!": Demonstration...

"Die Friedensstatue muss bleiben!": Demonstration am 13. Oktober 2020. (Foto: Carsten Rostalsky)

"Die Friedensstatue muss bleiben!": Demonstration...

Geschmückte Friedensstatue, hier mit der Vorsitzenden des Korea-Verbandes, Nataly Jung-Hwa Han. (Foto: Carsten Rostalsky)

"Die Friedensstatue muss bleiben!": Demonstration...

Noch erinnert sie die BerlinerInnen an das Leid der "Trostfrauen". Moabit, Birken-/Ecke Bremer Straße. (Foto: Korea-Verband)

 

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