Kinder in Talitha Kumi, Foto: Berliner Missionswerk

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Was der Missionar übers Klima wusste: Geschichte neu aufgelegt

Wiederbelebung der Berliner Gespräche zur Missionsgeschichte / Neuer Blick auf alte Quellen

Geschichte und Mission
Wenn am Donnerstag, 27. Januar, die Berliner Gespräche zur Missionsgeschichte reanimiert werden, dann geht es um mehr als die Geschichte der Mission. Im Knak-Saal des Berliner Missionswerks, Georgenkirchstraße 70, soll ab 18:30 Uhr Mission auch als Quelle von Geschichte begreifbar gemacht werden. Aufzeichnungen von Missionaren über traditionelle Medizin in den Missionsgebieten, über Klimaveränderungen und Wirtschaftsbeziehungen werden in Deutschland erst seit wenigen Jahren systematisch erforscht. Die Vortragsreihe der Berliner Gesellschaft für Missionsgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk und der Gossner Mission will die Ergebnisse dieser Untersuchungen der Öffentlichkeit vermitteln. 

Der erste Vortrag wird dem bisher wenig erforschten messianischen Selbstverständnis Kaiser Wilhelms II. nachgehen – vor allem vor dem Hintergrund seiner Palästinareise im Jahr 1898. Der Missionswissenschaftler Dr. Hanns Lessing aus Wuppertal untersucht seit langem die Rolle der deutschen evangelischen Auslandsarbeit im südlichen Afrika der Kolonialzeit. Unter dem Titel „Evangelische Kirche im größeren Deutschland“ wirft Lessing ein Licht auf die Rolle, die der Kaiser dabei spielte. 

Reiche Quelle für Schreibtischforscher
Im nächsten Vortrag am Donnerstag, 14. April, wird die Pharmazie-Historikerin Dr. Sabine Anagnostou über das bislang unbekannte Thema der Missionspharmazie aufklären. „Viele Missionare waren medizinisch interessiert und haben ihre Erkenntnisse aus den Missionsgebieten nach Deutschland vermittelt. Ihre Aufzeichnungen wurden oft von deutschen Wissenschaftlern, die häufig reine Schreibtischakademiker waren, als Grundlage für die eigene Forschung genutzt“, erklärt Dr. Ulrich van der Heyden vom Vorstand der Berliner Gesellschaft für Missionsgeschichte.

Wie Anagnostou selbst ist van der Heyden kein Theologe, sondern nähert sich dem Thema aus einem Interesse an missionarischen Quellen. Daher wird van der Heyden in einem weiteren Vortrag am Donnerstag, 27. Oktober, gemeinsam mit Dr. Wolfgang Krogel vom Evangelischen Landeskirchlichen Archiv in Berlin zu genau diesem Thema sprechen. In den Räumen des Archivs, Bethaniendamm 29, soll über die Nutzung von Quellen der Berliner Missionsgesellschaft für die Geschichtswissenschaften berichtet werden. Dieser Vortrag findet in Zusammenarbeit mit dem Verein für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte statt.

Abseits ausgetretener Pfade
„Die Berliner Gespräche zur Missionsgeschichte hat es schon mal gegeben“, so van der Heyden. Seit dem Jahr 2000 hätten die Vorträge für einige Jahre drei bis viermal jährlich stattgefunden. Daraus sei die Schriftenreihe „Berliner Beiträge zur Missionsgeschichte“ hervorgegangen, die nun fortgesetzt würde und wieder im Wichern-Verlag erscheinen wird. Mit dem Berliner Missionswerk und der Gossner Mission hat sich die Berliner Gesellschaft für Missionsgeschichte starke Partner gesucht, um Geschichte abseits ausgetretener Pfade sowohl Fachleuten als auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Pressekontakt: Jutta Klimmt | Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 030 243 44 57 53 | Fax 030 243 44 57 52 | jutta.klimmt@gossner-mission.de

 

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